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Essen ist Leben – für uns Menschen bedeutet Nahrungsaufnahme nicht nur Versorgung von Muskeln, Zellen und Knochen. Essen ist mit Emotionen verbunden und beeinflusst direkt unseren Hormonhaushalt. An sich ist das nichts Schlechtes. Wenn der Hormonhaushalt durch falsche Ernährung durcheinander gerät, wird es jedoch Zeit, dem emotionalen Essen entgegenzuwirken. Für Betroffene ist es gar nicht so leicht, beim Essen auf ihren Körper und nicht ausschließlich auf ihre Gefühle zu hören. Mit Hypnose können emotionale Esser solche schädlichen Gewohnheiten auf unterbewusster Ebene bearbeiten. Im entspannten Trancezustand lernen sie, die Bedürfnisse ihres Körpers wahrzunehmen und emotionales Essen zu stoppen.

Was bedeutet emotionales Essen bzw. emotional eating?

Emotionales Essen bezeichnet eine Verhaltensweise, bei der Nahrung als Mittel zum Umgang mit Emotionen eingesetzt wird, statt als Reaktion auf tatsächlichen Hunger. Es tritt auf, wenn Menschen zu Essen greifen, um Gefühle wie Stress, Langeweile, Einsamkeit oder Traurigkeit zu bewältigen. Im Gegensatz zum physischen Hunger, der sich allmählich entwickelt und durch das Essen beliebiger Nahrungsmittel gestillt werden kann, entsteht emotionaler Hunger plötzlich und richtet sich häufig nach spezifischen, oft ungesunden Lebensmitteln, die eine sofortige, aber nur vorübergehende Befriedigung bieten.

Das Problem bei emotionalem Essen ist, dass es nicht wirklich die zugrunde liegenden emotionalen Probleme adressiert und oft zu einem Zyklus von Schuldgefühlen und Scham führt, was die emotionalen Schwierigkeiten weiter verstärken kann.

Welche Rolle spielen Emotionen bei der Gewichtsregulierung?

Emotionale Zustände wie Frust und Ärger spielen eine entscheidende Rolle bei der Gewichtsregulierung. Die Gewohnheit, auf emotionales Essen zurückzugreifen, kann zu einem ungesunden Zyklus führen, der schwer zu durchbrechen ist. Hier sind die Schlüsselelemente, die beleuchtet werden müssen:

Ursachen und Folgen des emotionalen Essens:

  • Vernachlässigung natürlicher Hunger- und Sättigungssignale: Patienten geben dem emotionalen Essen nach, was die körperliche Notwendigkeit ignoriert.
  • Konsum emotional stimulierender Lebensmittel: Unter emotionalem Stress wird häufig zu Zucker, Schokolade, Knabbereien und fettigen Speisen gegriffen.
  • Kurzfristige Serotoninsteigerung: Zucker, Schokolade und fettiges Essen erhöhen vorübergehend den Serotoninspiegel und schaffen eine flüchtige Zufriedenheit.
  • Verstärkung der Diät-Herausforderungen: Emotionales Essen führt zu einer Tendenz, zu „glücklichmachenden“ Lebensmitteln zu greifen, was Diäten erschwert und oft zu einem Jojo-Effekt führt.
 

So können emotional eater emotionales Essen stoppen:

    • Erkennung emotionaler Hungerzeichen: Es ist wichtig, emotionale Auslöser des Essverhaltens zu identifizieren.
    • Achtsames Essen: Durch achtsames Essen lernen, die Körpersignale richtig zu deuten und emotionales von physischem Hunger zu unterscheiden.
    • Hypnotherapie: Bietet einen Zugang zum Unterbewusstsein, um das Verlangen nach Essen zu analysieren und neu zu bewerten.
    • Neugestaltung emotionaler Verbindungen: Hypnose hilft, die tief verwurzelten emotionalen Verbindungen mit Essen zu verstehen und positiv umzugestalten.

Durch das Verständnis und die Adressierung dieser Schlüsselaspekte kann der Zyklus des emotionalen Essens durchbrochen und ein gesünderes Essverhalten gefördert werden.

Wann wird emotionales Essen zum Problem?

Essen ist für uns Menschen ein sozialer Akt und daher untrennbar mit Emotionen verbunden. Ein langer, anstrengender Arbeitstag kann uns dazu verleiten, Essen nicht nur als Nahrung, sondern als Trost zu sehen. Es liegt nicht in unserer Natur, Mahlzeiten allein einzunehmen. Doch in Zeiten von Verlustangst oder Einsamkeit – vielleicht nach einem Streit mit einer Freundin oder einem Freund – versucht unser Gehirn, die entstandene Leere durch emotionales Essen zu kompensieren.

Betroffene verlieren ihr natürliches Gefühl für Hunger und Sättigung. Essen wird zur emotionalen Bewältigungsstrategie für unterbewusste Probleme. Mit Hypnose können diese zugrundeliegenden Emotionen erkannt und sanft aufgelöst werden, sodass das Unterbewusstsein lernt, sich nicht von emotionalen Signalen leiten zu lassen. Essen darf und soll natürlich ein Genuss bleiben, doch wenn das Essen nicht mehr allein zur Nahrungsaufnahme, sondern zur emotionalen Kompensation dient, kippt die Waage in Richtung krankhaftes Essen.

Wie entsteht ein krankhaftes Verhältnis zum Essen?

Essverhalten ist erlernt und festigt sich durch häufige Wiederholungen. Schon als Kinder lernen wir, wie wir mit Essen umgehen sollen. Unter Stress geht das Gehirn in eine Art Überlebensmodus über. Wenn in der Vergangenheit gelernt wurde, dass Essen negative Gefühle in kritischen Momenten bewältigt, neigen Betroffene unter Stress immer wieder zu ungesundem Essverhalten.

Glaubenssätze wie „Das muss ich mir gönnen, damit es mir gut geht“, festigen sich an einem bestimmten Punkt im Leben. Schädliche Glaubenssätze entstehen zum Beispiel durch falsche Erziehung, bei großem Liebeskummer oder nach anderen einschneidenden Erlebnissen, die die Psyche nachhaltig beeinflussen. Mit Hypnose werden diese Glaubenssätze identifiziert und neu bewertet. Patienten erkennen in Hypnose die Gründe für ihr Essverhalten und können die daraus resultierenden Glaubenssätze so leichter verinnerlichen.

Was sind die Folgen von emotional eating?

Wer emotionales Essen nicht stoppen kann, gefährdet auf Dauer seine körperliche und seelische Gesundheit. Durch gefühlsgesteuertes Essen nehmen Betroffene oft Lebensmittel in großen Mengen auf, die reich an Zucker, Fett und Kohlenhydraten sind, nach denen der Körper eigentlich nicht verlangt. Diese überschüssigen Nährstoffe werden in Fettreserven umgewandelt oder sammeln sich als Ablagerungen in Arterien und Organen an.

Obwohl emotionales Essen nicht immer direkt mit Übergewicht verbunden ist, führt es oft zu Gesundheitsproblemen, die durch eine unausgewogene Ernährungsweise begünstigt werden:

  • Diabetes mellitus Typ 2: Begünstigt durch die übermäßige Aufnahme von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Häufig eine Folge von Fettansammlungen in den Venen, die die Durchblutung stören.
  • Fettleibigkeit (Adipositas): Entsteht, wenn der Körper zu viele Fettreserven anlegt; kann das Selbstwertgefühl beeinträchtigen.
  • Bluthochdruck: Wird durch den übermäßigen Verzehr von salzigen und fettigen Lebensmitteln verstärkt.
  • Hyperlipidämie: Eine übermäßige Fettzufuhr kann den Cholesterinspiegel erhöhen und die Entstehung weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern.
 

Zusätzlich können psychische Erkrankungen durch emotionales Essen verschlimmert werden, wenn der Körper und die Psyche nicht mehr im Gleichgewicht sind. Ein Mangel an wichtigen Mikronährstoffen und ein unausgeglichener Serotoninhaushalt tragen zu diesem Ungleichgewicht bei und können das Risiko für Stimmungsschwankungen und depressive Verstimmungen erhöhen.

Welche Lebensmittel sind besonders risikobehaftet?

Krankhaftes Essen beschränkt sich nicht zwingend auf ungesunde Lebensmittel. Studien belegen zwar, dass zucker- und fetthaltige Lebensmittel wie eine Tüte Chips oder eine Pizza das Belohnungssystem des Gehirns besonders stark anregen. Der ungesunde Lerneffekt des Gehirns ist bei Lebensmitteln mit hohem Gehalt an Industriezucker und Fett daher höher. Das Gehirn merkt sich schon bei geringen aufgenommenen Mengen von Süßigkeiten: „Es geht mir gut, wenn ich das bekomme.“ Auch Bananen, Kiwis und andere Vitaminbomben gelten als Happyfood.

Für viele Betroffene geht es bei emotionalem Essen nicht um die Zusammensetzung, sondern um die schiere Menge des Essens, die sie „futtern“. Wenn Essen zum Ersatz für emotionale Leere wird, ist die nötige Kalorienmenge pro Tag schnell überschritten. Ähnliches gilt für das krankhafte Ignorieren von Körpersignalen wie Hungergefühl und Sättigung bei Magersucht und Bulimie, wenn die nötige Kalorienmenge pro Tag dauerhaft unterschritten wird. Krankhaftes Essen kann mit Schokolade und Softdrinks ebenso passieren wie mit Obst, Getreideprodukten und Gemüse.

Wie kann ein krankhaftes Verhältnis zum Essen verbessert werden?

Das Gehirn erlernt sehr schnell, Essen nicht nur als Trostpflaster, sondern auch als Trostspender in stressigen Situationen oder bei Frustessen zu nutzen. Diese Gewohnheit des Stressessens lässt sich nur vollständig auflösen, wenn die Ursachen für diese Art der Kompensation behandelt werden. Hypnose bietet einen sicheren Raum, um negative Emotionen zu identifizieren und die zugrundeliegenden Gefühlszustände zu adressieren. Sind die Ursachen für den Drang zum Essen in bestimmten Situationen klar, fällt es leichter, schädliche Denkmuster zu durchbrechen.

Mithilfe von positiven Suggestionen wird in der Hypnose ein neues Verhältnis zum Essen aufgebaut. Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt, wodurch sich das Verlangen nach emotionalem Essen verringert. Ein Hauptziel bei der Hypnose-Arbeit mit Patienten mit Essstörungen ist es, die Sensibilität für Körpersignale wiederherzustellen und eine gesunde Gewohnheit zu fördern. Hier kann auch die Ernährungsberatung eine wichtige Rolle spielen, um unterstützend ein gesundes Essverhalten aufzubauen und den Griff nach Nahrung bei negativen Gefühlszuständen und als Ersatzbefriedigung zu minimieren.

Mit Hypnose-Techniken lässt sich emotionales Essen effektiv stoppen, da sowohl die psychologische als auch die physiologische Selbst-Sabotage aufgelöst wird. Indem Patienten lernen, ihre Reaktionen auf Stress und Frust anders zu steuern, anstatt zum Essen als Trostspender zu greifen, können sie ein freieres und gesünderes Leben führen.

Welche Strategien kommen bei einer Hypnosetherapie in Frage?

Hypnose-Therapeuten arbeiten mit Suggestionen. Dabei handelt es sich um Anregungen, vorhandene Glaubenssätze anders zu betrachten. Mithilfe von Suggestionen kann auch das Körpergefühl beeinflusst werden. In der Hypnose werden auf diese Weise ungesunde Glaubenssätze neu verknüpft. Beim ganzheitlichen Hypnose-Ansatz wird auch in die Vergangenheit geblickt, um mögliche Ursachen für ungesunde Essroutinen ausfindig zu machen. Eine weitere Methode, um emotionales Essen zu stoppen, ist die Visualisierung.

Patienten werden in der Hypnose dazu angehalten, sich selbst in positiven Esssituationen zu betrachten. Das Gehirn speichert unter Hypnose gemachte Erfahrungen ab wie echte Erinnerungen. Wird gesundes Ernährungsverhalten wiederholt visualisiert und mit positiven Emotionen verknüpft, greift das Gehirn auch unter Stress auf diese gesunden Verhaltensmuster zurück.

Emotionales Essen stoppen – Kann erlerntes Essverhalten mit Hypnose aufgelöst werden?

In der Psychologie der Hypnotherapie ist das „Warum“ ein entscheidendes Werkzeug, um ungesunde Verhaltensweisen wie Stressessen und Übergewicht zu bekämpfen. Unsere erlernten Muster, die oft als Reaktion auf Auslöser wie Trauer oder Frustration fungieren, sind tief in die Funktion und Physiologie unseres Gehirns eingebrannt. In der Hypnose werden diese Muster durch das Aufdecken und Neubewerten der zugrundeliegenden Glaubenssätze – wie zum Beispiel die fehlgeleitete Überzeugung „Ich brauche Softdrinks, um mich zu konzentrieren“ – herausgefordert und verändert. Stattdessen lernen Patienten neue, gesunde Glaubenssätze wie „Ich bin gut darin, mich zu konzentrieren“, was nicht nur das Essverhalten, sondern auch ihre Selbstbetrachtung verändert.

Während einer hypnotischen Trance, in der das Bewusstsein einen schlafähnlichen Zustand erreicht, wird das Unterbewusstsein für positive Suggestionen besonders empfänglich. Diese tiefe psychologische Zustandsänderung ermöglicht es, neue Denk- und Verhaltensmuster auf einer tieferen, psychischen und sogar neuronalen Ebene zu verinnerlichen.

Daher wird jede Hypnotherapie individuell angepasst und umfasst ausführliche Vor- und Nachgespräche, um spezifische Stressauslöser und Verhaltensmuster der Patienten zu verstehen und zu adressieren. Nach der Hypnose sind die Patienten in der Lage, sich an die Erfahrungen und die erlernten, gesünderen Verhaltensweisen zu erinnern und diese in ihr tägliches Leben zu integrieren, was den Weg zu einem gesünderen Lebensstil und einer besseren Selbstwahrnehmung ebnet.

Wie viele Hypnose-Sitzungen sind nötig, um emotionales Essen zu stoppen?

Bei einem so komplexen Problem wie gestörtem Essgewohnheiten gibt es keine Faustregel dafür, wie viel Arbeit für eine Verhaltensänderung nötig ist. Manche Menschen sind offener für hypnotische Suggestionen als andere. Viele Patienten berichten schon nach einer Hypnose-Sitzung von Verbesserungen ihres Essverhaltens.

Der Drang nach süßen Lebensmitteln lässt nach, oder die Portion zum Mittagessen kommt einem üppig und sättigend vor. Ziel jeder Hypnose-Therapie bei gestörten Ernährungspraktiken ist es, gesundes Essen und das eigene Körpergefühl mit positiven Gefühlen zu verknüpfen.

Erste Erfolge Ihrer Hypnose-Therapie bemerken Sie möglicherweise an neuen Gedanken wie: „Ich bin ohne ein Stück Kuchen zufrieden“, oder: „Dieser Salat ist lecker und macht mich satt.“

Was ist der Unterschied zwischen einer Diät und gesunden Ernährungsgewohnheiten?

Während einer Diät zwingen wir unseren Körper dazu, bestimmte Nahrungsmittel aufzunehmen und andere auszulassen. Dabei erlebt das Gehirn seltener positive Empfindungen. Stattdessen wird oft der Kühlschrank geöffnet in der Hoffnung, etwas zu finden, das sofortige Befriedigung verschafft. Ganz im Gegenteil haben Forscher des MIT herausgefunden, dass Diäten wie die Atkins-Diät den Serotoninspiegel senken und die Stimmung verschlechtern, was bei der betreffenden Person psychischen Stress und sogar Reue verstärken kann.

In diesem Zusammenhang bietet Hypnose eine Möglichkeit, ungesunde Verhaltensweisen zwanglos anzupassen. Der Drang zum Essen, eine ständige Gefahr für das Gewissen und Ursache von Kummer, wird in der Hypnose auf unterbewusster Ebene bearbeitet und aufgelöst.

Veränderungen des Essverhaltens gehen in der Hypnose mit einer Verbesserung des Selbstwertgefühls und positiven Emotionen einher, wodurch Jojo-Effekte nach abgeschlossener Hypnose-Therapie wesentlich unwahrscheinlicher werden als nach herkömmlichen Diäten. Letztendlich führen beide Ansätze dazu, dass der tägliche Speiseplan gesünder gestaltet wird, aber mit Hypnose-Therapie bleibt der typische „Diät-Stress“ aus.

Gesundes Essen wird mit Hypnose keine Last für das Gewissen, sondern eine bereichernde Erfahrung. Vielmehr erkennt das Gehirn mithilfe von Hypnose neu, dass gesundes Essen auch glücklich machen kann.

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